Liedgut des Hauses Hekate und Kaltenbruchs

Alles was man über das Haus gehört haben mag.
Iefan

Re: Kultur des Hauses Hekate und Kaltenbruchs

Postby Iefan » Sat 22. Jul 2017, 20:50

Ein Infanterie Lied:

Kameraden lasst uns singen
eine Melodie.
Denn es soll ein Lied erklingen
auf die Infanterie.
Denn sie ist alle Zeit immer sturmbereit,
ob es donnert, blitzt und kracht.
Ihrem steten kampfgelingen
sei dies Lied erdacht.

Kanonen und Reiter schaffen‘s nie allein.
Werden nie allein die Sieger auf dem Schlachtfeld sein.
Können‘s nicht schaffen ohne deinen Einsatz nie.
Königen der Waffen: sturmwinder Infanterie!

Mitten durch den Sturm und Regen,
selbst bei finsterer Nacht,
ohne Halt dem Ziel entgegen,
was auch kommen mag.
Ob auch heiß der Tag oder kalt die Nacht,
ob auch fern die Heimat ist,
Dennoch siegt auf allen Wegen
stolz der Infanterist.

Kanonen und Reiter schaffen‘s nie allein.
Werden nie allein die Sieger auf dem Schlachtfeld sein.
Können‘s nicht schaffen ohne deinen Einsatz nie.
Königen der Waffen: sturmwinder Infanterie!
Last edited by Iefan on Sat 22. Jul 2017, 20:51, edited 1 time in total.
Iefan

Re: Kultur des Hauses Hekate und Kaltenbruchs

Postby Iefan » Sat 22. Jul 2017, 20:51

Coral für nach der Schlacht:

„Nun danket alle dem Licht mit Herzen, Mund und Händen.
Das große Dinge tut an uns und allen Enden,
Das uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
Unzählig viel zu gut bis hierher hat getan.

Das Licht mög uns in unserm Leben
Ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
Und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
Und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

ooc.: Abwandlung von Teilen des "Coral von Leuthen"
Iefan

Re: Kultur des Hauses Hekate und Kaltenbruchs

Postby Iefan » Sat 22. Jul 2017, 20:52

Für Trauerfeiern zum Abschied:

Ich hatt' einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
In gleichem Schritt und Tritt.

Eine Bolzen kam geflogen:
Gilt's mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt vor meinen Füßen
Als wär's ein Stück von mir

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
"Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
Mein guter Kamerad!"

ooc.: Abwandlung des Liedes "Ich hatt´einen Kammeraden"
User avatar
Porcio
Posts: 87
Joined: Wed 12. Jul 2017, 20:04

Ein Held

Postby Porcio » Sat 29. Jul 2017, 20:09

Ein Held
(Animoso)

Neun Jahre sind schon hingegangen
Die Lenzen kommen und vergehen,
dass ich den Held nicht mehr gesehen.
Es wächst mein Fragen und Bangen,
habt Ihr den Menschen noch im Sinn?

Neun Jahre sind schon hingegangen
Nach Angrathar der Ruf erschallt
Schwertbruder Zwerg trotz der Gewalt;
Seit‘ an Seit‘ mit Gnom erklangen
Der Hörner Ruf zum Schlachtbeginn!

Der Held zog donnernd ins Gefecht:
‚Krieg des falschen Königs Palast,
gönnt den Untoten keine Rast!‘
Vor die Pforte stürmt das Geschlecht
Des einstigen Feindes mit hin!

An Seite des Menschen in vorderster Reih‘
Folgt ins Getümmel der grimmigste Ork.
Und Zwerg zieht neben Taurenberg‘
Auf dass ein Kampfverbund sei.
Seht der Schlachtes eig’nen Tiefsinn!

Geeinter Macht hält nichts mehr Stand.
Gefällt sinkt Frostwyrm von Himmels Zelt,
Monster erlöst, Ghule gefällt.
Nekrolord wie Vrykul verschwand
Das Ende des Schreckens, nicht sein Beginn!

Es naht des falschen Königs Tod,
Der Held kreuzt Klinge, ruft das Licht.
Doch enden durft‘ der Krieg dort nicht.
Verrat bringt allen letzte Not.
Verlass‘ne offenbaren ihren Wahnsinn.

Neun Jahre sind schon hingegangen
Die Lenzen kommen und vergehen,
dass ich den Held nicht mehr gesehen.
Es wächst mein Fragen und Bangen,
habt Ihr den Menschen noch im Sinn?

((angelehnt an Nachtgedanken, Heinrich Heine, https://de.wikisource.org/wiki/Nachtgedanken_(Heine) ))
User avatar
Porcio
Posts: 87
Joined: Wed 12. Jul 2017, 20:04

Es wollt ein Bauer früh aufsteh‘n

Postby Porcio » Tue 5. Sep 2017, 13:17

Es wollt ein Bauer früh aufsteh‘n
Fundstück aus Kahlberg

| : Es wollt ein Bauer früh aufsteh’n : |
hinaus auf seinen Acker geh’n.
Falterieta rallala, falterietara.

| : Und als er dann nach Hause kam : |
da wollt’ er was zu fressen ha’m..
Falterieta rallala, falterietara.

| : “Ach, Lischen, koch mir Hirsebrei : |
mit Bratkartoffn und Spiegelei.”
Falterieta rallala, falterietara.

| : Und als der Bauer saß und fraß : |
da rumpelt in der Kammer was.
Falterieta rallala, falterietara.

| : “Ach, liebe Frau, was ist denn das? : |
da rumpelt in der Kammer was.”
Falterieta rallala, falterietara.

| : “Ach, lieber Mann, das ist der Wind : |
der raschelt da am Küchenspind.”
Falterieta rallala, falterietara.

| : Der Bauer sprach: “Will selber seh’n : |
will selber zu der Kammer geh‘n.”
Falterieta rallala, falterietara.

| : Und als er in die Kammer kam : |
da zog der Pfaff die Hosen an.
Falterieta rallala, falterietara.

| : “Ei Pfaff, was machst in meinem Haus? : |
dich werf‘ ich hier sogleich hinaus.”
Falterieta rallala, falterietara.

| : Der Pfaff, der sprach: »Was ich verricht? : |
Dein’ Frau, die kann die Kirch‘ noch nicht.”
Falterieta rallala, falterietara.

| : Da nahm der Bauer ‚nen Ofenscheit : |
und schlug den Pfaffen bis er schreit.
Falterieta rallala, falterietara.

| : Der Pfaffe schrie: “O Schreck, o Graus!” : |
und hielt den Arsch zum Fenster raus.
Falterieta rallala, falterietara.

| : Da kamen die Leut’ von nah und fern : |
und dachten‘s sei der Morgenstern.
Falterieta rallala, falterietara.

| : Der Morgenstern, der war es nicht : |
es war des Pfaffen Arschgesicht.
Falterieta rallala, falterietara.

| : So soll es allen Pfaffen geh’n : |
die nachts zu fremden Weibern geh‘n.
Falterieta rallala, falterietara.

| : Und die Moral von der Geschicht; : |
trau nicht des Pfaffen Arschgesicht!
Falterieta rallala, falterietara.

(( Eine Textquelle https://www.volksliederarchiv.de/es-wol ... -aufstehn/ ))
(( vertont https://www.youtube.com/watch?v=Q8xiSV1vMNg ))
User avatar
Porcio
Posts: 87
Joined: Wed 12. Jul 2017, 20:04

Wär‘ ich ein wilder Falke

Postby Porcio » Sun 14. Apr 2019, 08:16

Wär‘ ich ein wilder Falke
(gehört im Berwald)

Wär‘ ich ein wilder Falke,
Ich wollt mich schwingen auf.
Und wollt mich niederlassen
Vor einer Gräfin Haus.

Ich säh‘ wie sie ins Freie tritt,
Wohl an dem Brunnen stünd.
Ich folgte Ihr im freien Schritt.
Es wär die Göttin, die ich fünd‘.

„Hört Ihr die Hörner klingen?
Sie schallen nicht mehr weit.
So zieht mit mir von hinnen
Wohl über die Heide breit.“

Und wollt‘ in ihrem Nacken
Die schwarzen Flechten schön.
Mit wildem Schnabel packen,
Sie tragen in weite Höh’n.

Jawohl zu diesen Bergen,
Dort wär‘ ein schönes Nest.
Wie ist mir doch geschehen,
Dass ich gesetzet fest.

Ja trüg ich sie im Fluge
Mich schoß gar niemand tot.
Die Holde sonst zum Fluche,
Sie fiele sich in Not.

So aber sind die Schwingen
Mir allesamt gelähmt.
Wie hell ich ihr auch singe,
Meine Lieb‘ sich meiner schämt.

((nach dem Volkslied aus des Knaben Wunderhorn, ca 1808;
https://www.lieder-archiv.de/waer_ich_e ... 00770.html alternativ https://www.lieder-archiv.de/waer_ich_e ... 00010.html ))

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest